Konzerte in der Illipse


Freitag: 23. März - 19:30

Kooperation mit SR2 Kulturradio  "Jazz live with friends"


Omer Klein Trio - Sleepwalkers

Omer Klein; Piano

Amir Bresler; Drums

Haggai Cohen-Milo; Bass

 

 

 

 

 

 

 

"Kaum jemand vereint Groove und Romantik so organisch wie Omer Klein" Piano News

Mit Sleepwalkers präsentiert der in Israel geborene "Meisterpianist" (Süddeutsche Zeitung) Omer Klein sein siebtes Album und sein Debüt bei Warner Music. Klein, dessen Musik "grenzenlos" (New York Times) sowie "fließend und sinnlich" (Bayerischer Rundfunk) genannt wurde, spielte sein neuestes Album mit seinem bewährten Trio ein. "Bei allem was wir spielen, spürt man eine enorme Verbundenheit zwischen uns. Unsere lange Freundschaft hat ihren ganz Eingenen Sound. Wir haben unser eigenes Denken und Handeln entwickelt", so Klein. „Amir und Haggai sind nicht nur wichtige Beteiligte an diesem Album, sie SIND diese Musik genauso sehr wie ich.“ Die dreizehn Eigenkompositionen, die alle vom Leader selbst und teilweise zusammen mit Amir und Haggai geschrieben wurden, vereinen sich zu einem Meisterwerk tiefgründiger Emotion und Originalität - und belegen eindrucksvoll die Relevanz und die Schönheit des Klaviertrios im Jazz unserer Zeit.

Omer Klein, 1982 in Netanja geboren, begann sein Jazzstudium als Teenager und seine Konzertkarriere im Alter von 16. Mit 23 Jahren zog er nach Boston, um am New England Conservatory bei Danilo Perez zu studieren, und bald weiter nach New York, wo er Schüler von Fred Hersch und ein wichtiger Teil der Szene mit Auftritten im Blue Note oder bei Jazz at Lincoln Center wurde. Omer Klein, mittlerweile Steinway-Künstler und wohnhaft in Düsseldorf, gewann 2015 den Förderpreis des Landes NRW und wurde für sein Trio-Album „Fearless Friday“ für den ECHO Jazz nominiert. Der internationale Star tourt als Solist und mit seinem Trio um die Welt. Alljährlich unterrichtet er einen Kurs am Jerusalem Music Center, im Rahmen eines vom Pianisten Murray Perahia initiierten Programms. „Ich bin begeistert von der Geschichte des Klaviers und der Musik im Allgemeinen“, erklärt Omer Klein. „Diesen Reichtum dadurch zu erleben, dass ich die Werke der großen Meister spiele, ermöglicht es mir, immer neue Wege zu finden, meine eigenen Ideen auszudrücken.“ 

Diese Ideen verwandeln sich auf SLEEPWALKERS zu neuem Leben. Es ist ein Album mit „drei Zentren oder drei großen Themen“, wie der 34-Jährige erklärt. „Diese Zentren werden nicht einzeln präsentiert, sondern immer wieder verwoben, um die einheitliche Tapisserie des Albums zu schaffen.“ Sie drehen sich um die Sicht des Autors auf die Gesellschaft, das Mystische und das Leben als tourender Musiker.

„Das erste Zentrum kann als das Sleepwalkers-Zentrum bezeichnet werden. Es geht darum, was ich in der Welt um mich herum sehe, in der heutigen Gesellschaft. Ich denke an die Art und Weise, wie wir Technologie nutzen - oder sollte ich sagen, wie Technologie uns benutzt? Ich beobachte immer mehr Fußgänger, die abwesend nach unten schauen, die volle Aufmerksamkeit auf ihre Smartphones gerichtet. Ein Großteil des heutigen Lebens findet bereits in einer Art alternativer, virtueller Welt statt. In gewisser Weise sehen wir so aus, als wären wir hier und gleichzeitig nicht hier, als würden wir schlafwandeln.“

Das entsprechende Titelstück „Sleepwalkers“, eine hypnotisch marschierende, sich stetig aufbauende Komposition, die Schicht um Schicht von zerbrechlich zu komplex und wieder zurück changiert, ist als musikalische Reaktion auf dieses Phänomen zu hören. „Das Stück vermittelt ein Gefühl von Dringlichkeit und Gefahr. Der Erzähler des Songs sieht Menschen, die wie Zombies herumlaufen, die vielleicht im Begriff sind, von einer Klippe zu stürzen, sich dieser Gefahr aber nicht bewusst sind. Vielleicht ist der Song eine Art Weckruf.“

Weitere Songs, die sich mit diesem Thema beschäftigen, sind das kurze und wunderschön bizarre „Don't Be A Zombie“ und das schnelle und insistierende „What's On Your Mind?“, eine kompositorische Kombination aus drei verschiedenen, zusammengeführten Improvisationen des Trios. „‚What's On Your Mind‘ ist die wortwörtliche Frage und ständige Aufforderung Facebooks an seine Benutzer. Hört man dieses Stück, erkennt man einen ziemlich fragmentierten, verwirrten Geist und vielleicht sogar das Echo des kalten Algorithmus, der diese Frage stellt.“

Das zweite thematische und kompositorische Zentrum auf SLEEPWALKERS beschäftigt sich mit dem Mystischen und dem künstlerischen Versuch, darauf zuzugreifen. Es wird hier am besten verkörpert durch „Wonder and Awe“, das angenehm romantische In- und Outro des Albums. „Als ich etwa fünf Jahre alt war, hatte ich immer wieder diesen Traum, in dem ich in einem geheimnisvollen Wald spazierte und das starke Gefühl hatte, mir wird etwas offenbart. Etwas großes, die ultimative Antwort auf die ultimative Frage. Ich fühlte, dass ich im Begriff war, von Gott selbst zu hören.“ Omer erhielt nie eine Antwort in diesem Traum und wachte immer mit der unbeantworteten Frage auf.

„Dreißig Jahre später, als ich die Musik für dieses Album komponierte, sah ich ein Interview mit Stevie Wonder, einem meiner musikalischen Helden. Er sagte lachend, er würde seine Songs direkt von Gott empfangen. Ich ging zum Klavier, schloss meine Augen und spielte, was auch immer kam. Das war die Komposition ‚Wonder and Awe‘. Sofort spürte ich die Beziehung des Songs zu meinem Kindheitstraum, und dass ich es endlich geschafft hatte, diesen Traum in Musik umzusetzen.“

Es ist Omer Klein ein großes Anliegen, die Musik zu nutzen, um dem „näher zu kommen, was hinter der Welt verborgen liegt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, um einen kleinen Blick hinter den Vorhang der Wirklichkeit zu bekommen“. Dazu hört man am besten das sich dramatisch entwickelnde „One Step At A Time“, das „mit dem allmählichen, sehr langsamen, oft schmerzhaften Prozess zu tun hat, irgendwo aus dem Nichts zu kommen oder endlich etwas aus dem Nichts zu schaffen“, sowie die Ballade „Joséphine“, bei der ein „Frauenname als Metapher für den Song an sich steht“ - es ist Musik über den Prozess des Komponierens, so mysteriös, schwer fassbar und unwirklich dieser auch sein mag.

Das dritte und letzte Zentrum dieses Albums dreht sich um „Blinky Palermo“, zusammen mit dem entschieden tanzbaren „Hookup“ und dem funky „Underdog“. „Diese drei Stücke repräsentieren den leichten, freigeistigen, spaßigen Teil. Gewissermaßen tariert dieser Typus die schwereren philosophischen Themen des Albums aus und steht für uns, das Trio: Amir, Haggai und mich. Diese Songs haben Humor, sind manchmal ironisch. Sie sind offen und gehen auf die Menschen zu. Sie könnten als Soundtrack unseres tatsächlichen Lebens als Trio auf Tour gehört werden. Wir reisen, kommen in einer neuen Stadt an, gehen auf die Bühne und hängen nach dem Konzert mit unseren Freunden ab.“ 

Eine der besten Möglichkeiten, an der musikalischen Magie des Omer Klein Trios teilzuhaben, bekommt man, außer bei solch einem Konzert, durch SLEEPWALKERS, ein wunderbares und bemerkenswertes Album voller Energie und Eleganz, eine wahrlich sinnliche Freude.

 


Freitag: 20. April - 19:30


Tini Thomsen´s max sax -

The Long Ride

Tini Thomsen; Baritonsax

Nigel Hitchcock; Altsax

Tom Trapp; Guitar

Joost Kroon; Drums

 Mark Haanstra; Bass

Foto: Tini Thomsen 

 

" A high league band in the Europan Jazz Scene" (Kieler Nachrichten)

„Warum ist da eigentlich vorher noch niemand drauf gekommen?” (Tini Thomsen)

 

 

Seit Juli 2011 arbeitet Tini Thomsen als Arrangeurin, Komponistin und nicht zuletzt als Musikerin, als die sie bei unzähligen Auftritten mit renommierten Künstlern und Orchestern scheinbar nebenbei eine erste beeindruckende Karriere vorweisen kann: So spielte sie z.B. mit The Metropole Orchestra, Windkracht 7, New Cool Collective Bigband, Konrad Koselleck Bigband, Noord Nederland Orchestra, David Kwecksilber Bigband, Brussels Jazz Orchestra, Glenn Miller Orchestra, String Quartet Quinetique, Brownie Dutch, Shirma Rouse, Guus Meeuwis, Ellen ten Damme, Corrie van Binsbergen, Sven Hammond Soul, The four Baritones and Nora Fischer, Alain Clark, Waylon, Incognito oder The Temptations. Gemeinsam mit einer holländischen Horn Section begleitete sie zudem den legendären Dr John bei Konzerten auf dem North Sea Jazz und dem Montreux Jazz Festival.

Das ebenso beachtliche Kapitel Auftragskompositionen (u.a. für das SHMF/Jazzbaltica-Projekt “Peter und der Wolf”, das SHMF Orchester u.a.) soll hier zunächst keine Rolle spielen; der Fokus liegt hier bei MAX SAX - dem Projekt, in dem so viel Tini steckt, wie es nur irgendwie geht.

Mit "High Energy Rockin‘ & Punkin’ Jazz” macht das weltweit gefragte Hamburger Deern ebenso unbeirrt wie gemächlich nämlich eine weitere Karriere; klar meint man - wurde doch ausser von der kongenialen Art-Rock Band Morphine ein Bariton nur selten so prominent in Szene gesetzt - erst recht nicht von einer Frau, und schon gar nicht von einer, die ihr Instrument in cm gemessen kaum übertrifft.

Wenn es denn so einfach wäre; Der Titel ihres 2014er Albums “Max Sax" wurde jedenfalls zum Bandnamen der mittlerweile auf ein Quintett angewachsenen Kreativschmiede und bleibt damit unbedingt Programm.

Wäre es seinerzeit nach Tini Thomsen gegangen, hätten nämlich alle Alt- weltweit zu Bariton-Saxophonen umgeschmolzen werden sollen; Nebelhörnern gleich, mit denen man unter 50 Meter Sichtweite noch sicher nach Haus kommt - mal abgesehen von ein paar Kratzern und Dellen vom gelegentlichen Rempeln. Und wenn es tiefer zu tönen nicht mehr möglich schien, holte Tini die Bass Klarinette dazu...

Als sei ihren gut gelaunten Kompositionen damit noch nicht genug Schwerkraft verliehen, gehört seit 2016 auch der englische Altsaxophonist Nigel Hitchcock zu der illustren Truppe; Tini hatte ihren Jugendhelden bei einem ersten Zusammentreffen schnell um den Finger gewickelt, woraufhin bald danach zunächst gemeinsame Auftritte des legendären Saxophon Quartetts "Itchy Fingers" mit Nigel am Alt und Tini am Baritonsax geneigte Ohren entzückte. Der Rest ist Geschichte; eben die von Toni Thomsen’s Max Sax, die offenbar erst das erste spannende Kapitel aufgeschlagen hat.

Bei ihren geradezu frenetisch gefeierten Auftritten ist eine weitere erfreuliche Überraschungen die, dass Tini Thomsen es geschafft hat, derart hervorragende Kollegen um sich zu scharen. Kraftvollen Lotsenboten gleich manövrieren sie das dicke Schiff seitdem durch jede noch so schwierige Hafeneinfahrt.

PROGRAMM 

Best of "Max Sax” und "The Long Ride” sowie erste Versionen neuer Stücke!

Der Titel des Anfang Janaur erschienenen Albums beschreibt es ganz gut: es war viel passiert seit „MaxSax“!

Ende 2014 erschienen, blieb zunächst der CD- als Bandname bestehen, zahlreiche Auftritte haben Tini und ihrer hochkarätigen 5-köpfige Band schliesslcih den Feinschliff am Livesound ermöglicht. Was gar nicht so einfach und in der Tat - a long ride – war.

Denn so, wie Thomsen als jüngstes von 5 Kindern im Leben gerne viel Aufmerksamkeit genießt, hat im klanglichen Bereich auch ihr Baritonsaxophon diesen Anspruch. Um dieses Instrument live zur Geltung kommen zu lassen ohne einfach nur den Pegel lauter zu drehen, bedarf es großem Einfallsreichtum bei Komposition und Arrangement. 

Aber Tini mag eben die Herausforderung und wurde dafür 2015 mit dem Jazzbaltica Förderpreis ausgezeichnet, 2016 mit dem GEMA Musikautorenpreis Jazz/Crossover. 

 


Mittwoch 09. Mai - 19:30

Kooperation mit SR2 "Jazz live with friends"


Emil Brandqvist Trio

- Falling Crystals 

Tuomas A. Turunen; Piano

Max Tornberg; Bass

Emil Brandqvist; Drums

Foto: Steven Haberland

 

„wahre Klangmaler“ 3sat

„von zerbrechlicher Schönheit und Anmut“ Stern

„hypnotischer Sog“ HÖRZU

„Wunderschöne freigeistliche und anrührende Musik.“ JAZZPODIUM

 

  

„Picasso wäre begeistert“ konstatierte die Kulturnews über das nunmehr dritte Album des Schwedisch/Finnischen Pianotrios um den Schlagzeuger Emil Brandqvist. Liest man sich durch die Kritiken zu „Falling Crystals“ (Skip Records), bleibt kein Zweifel, dass es sich um „hinreißend schöne“ „cineastisch ausgreifende Melodien“ (Focus) mit „hypnotischem Sog“ (Gong, HörZu) handelt. Doch kann das Emil Brandqvist Trio weit mehr, als zum Träumen reizen. Emil Brandqvist am Schlagzeug, Tuomas A. Turunnen am Piano und der kongeniale Max Tornberg am Bass erzählen Geschichten, an die man sich noch lange erinnert. Die sympathischen Erläuterungen des Bandleaders tun ihr Übriges, jedes Publikum im Sturm zu erobern. Doch Improvisationen und Soli brechen den roten Faden der Skandinavienreise immer wieder auf, musikalische Ausflüge in nordafrikanische Gefilde, dramatische Sequenzen, die an die Anfänge des Film Noir erinnern – ein Konzertabend mit dem Emil Brandqvist Trio beeindruckt und hängt noch lange nach. Man muss einfach dabei gewesen sein, um zu begreifen, was die Kritik längst begriffen hat. 


Freitag: 19. Oktober- 19:30

Kooperation mit SR2 Kulturradio - "Jazz live with friends"


Pablo Held  Trio - neue CD in 2018

Pablo Held; Piano

Jonas Burgwinkel; Drums

 

Robert Landfermann; Bass

Foto: Steve Brockland

 

 


Mittwoch: 07. November - 19:30

Kooperation mit SR2 "Jazz live with friends"


Michael Wollny Trio -

neue CD in 2018

Michael Wollny; Piano

Christian weber; Bass

Eric Schaefer; Drums

 

Foto:Jörg Steinmetz

 


KONTAKT für Karten: Kulturamt Illingen und Ticket Regional

Die Illinger Jazz Lounge ist eine Veranstaltungsreihe der Gemeinde Illingen, des Kulturamtes im Kulturforum Illipse, Burgweg 4, 66557 Illingen. Leiter des Kulturamtes Dr. Armin König, St.L. Gabi Steuer.

Die Illinger Jazz Lounge besteht seit 2004, vielen Dank an das Kulturamt der Gemeinde und die finanzielle Ausstattung der Gemeinde Illingen und allen Sponsoren. Künstlerische Leitung der Illinger Jazz Lounge Elfi Kleiß & Dr. Peter Kleiß.